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Herr Prof. Dr. Thomas Fischer, seines Zeichens Richter, schreibt regelmäßig für die ZEIT. Er spricht dort von Recht und Anderem, meist Angrenzendem.

Jüngst äußerte er sich zu Verbrechen und Migration (zum Artikel). Und wie! Endlich jemand, der der Sache zugewandt spricht. Und nicht die Sache zum Wegweiser bestimmter Idelogie erklärt und so bewußt missdeutet.

Und so (nur so) verneigt sich der Philosoph vor dem Richter und bekräftigt dessen Versuch zur Wahrheit, der sich wesentlich darin adelt, in jede mögliche Denkrichtung ausgegriffen zu haben, die der Sache das Licht möglicher Kenntnis verleiht, als Möglichkeit keine Richtung kennt und stolpernd, doch aber fortkommend, auf sich selbst zurückfallend, ungeschickt und fragwürdig zweifelnd Schattenwürfe des Tatsächlichen erkundet, um das Offensichtliche abzutragen.

Denn einfach ist es, die Dinge glaubend zu verstehen, wenn gleichlautende Meinungen choral aufspielen und sich zu himmlischen Harmonien des Wirklichen zu fügen scheinen, die tatsächlich lediglich Gebrüll von Vielen bedeuten, dessen Gewalt alles Hören bloß noch zu einem Schutzmechanismus veröden läßt, der kaum mehr in rationale Ruhe, stille Reflexion aufzulösen ist.

Weshalb dann der zarte Hinweis auf fallible Gründe bloß ungehört verstummt. Und der Philosoph ermüdet sich fragt, weshalb die Wahrheit, scheinbar so anstrengend, kaum ihre Meister findet und dabei resigniert erkennt, dass die Schwere ihrer Genese bloß die Bequemlichkeit ihres Widerstandes in der Unkenntnis beschreibt.

Deshalb, Herr Prof. Dr. Fischer: Vielen Dank! Die Einheit (systematische Aussagen) in und durch spezifische Differenz (plurale Wirklichkeit) zu begreifen, ist ein schwieriges Unternehmen, das Sie unbeirrt wagen. Und jedes intellektuelle Wagnis muss (inbesondere heute) jede nur mögliche Aufmerksamkeit erfahren, sonst bleibt Unkenntnis idelogische Gewohnheit und als solche Irrtum.

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